CHRONIK

Der Anzinger Burschenverein „Gemütlichkeit“ wurde im Jahre 1909 gegründet. Damals haben sich etwa 15 junge Burschen zusammengefunden, um die Gemeinschaft und das gesellige Beisammensein zu fördern. Die Bemühung des Vereins hatte einen guten Anklang gefunden, so dass innerhalb kürzester Zeit sich die Zahl der Mitglieder vervielfachte. Mitte der 30er Jahre wurde der BVA, bedingt durch die damalige Gesetzgebung, aufgelöst.

Jedoch nach dem 2.Weltkrieg, im Jahre 1948, fanden sich wieder junge Menschen, um den Verein neu zu gründen. Gerade damals war es nicht leicht, einen Anfang zu finden. Doch der Idealismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl waren stärker und ließen den Verein zu neuer Blüte reifen.

Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder des Vereins auf 65 angestiegen, wodurch das Veranstaltungsprogramm umfangreicher gestaltet werden konnte. Um altes Brauchtum zu erhalten, wurden regelmäßig Maibäume aufgestellt, die nicht zuletzt zur Verschönerung des Ortsbildes beitragen.

Diese kleine Aufzeichnungen sollte den jungen Burschen Ansporn geben, altes Brauchtum und die Geselligkeit innerhalb der Gemeinschaft zu stärken und zu pflegen.

Das Jahr 1955 brachte der Anzinger Bevölkerung und den von teilweise weit her angereisten Gästen gleich zwei große Feiern des Burschen-vereins. Mit einem Gaufest sollte der Bayerische Burschenbund gegründet werden. Den festlichen Höhepunkt des Jahres bildete die feierliche Weihe der Vereinsfahne.

Für den Verein floss das Geld damals so reichlich, dass der Vorstand Überlegungen anstellte, in Anzing ein Baugrundstück zu kaufen. Steuerrechtliche Probleme hielten die Burschen schließlich von ihrem Vorhaben ab. Aufgetrumpft konnte auch dank der reichlich gefüllten Vereinskasse gegenüber den Aubinger Burschen werden, deren Patenverein die Anzinger sind. Man konnte sogar mit einer eigenen 30-Mann-Blaskapelle an deren Jubiläum teilnehmen.