MAIBAUM

Im Normalfall wird der Maibaum alle fünf Jahre aufgestellt. 2008 wurde aufgrund des 100-jährigen Jubiläums der Rhythmus verschoben und nach 2004 schon nach nur 4 Jahren wieder aufgestellt. Der Maibaum wurde am Silvestertag 2007 im Ebersberger Forst geholzt und anschließend gescheppst. Anschließend begannen auch die Aufbauarbeiten für die Wachhütte im Kandlerhof. Am Ostermontag wurde dann der Baum begleitet von Blasmusik und unserem Spender Altbürgermeister Richard Hollerith ins Dorf eingefahren, um dort bewacht, gehobelt, geschliffen und gestrichen zu werden. An dieser Stelle ein herzliches Vergeltsgott an unseren Maibaum-Maler Franz Bauer und an die Familie Kandler, die uns ihre Halle zur Verfügung gestellt hat.Wie immer stellten wir den Baum am 1. Mai auf und wie so oft hatten wir mit dem Wetter nur wenig Glück. Pünktlich zur Mittagszeit regnete es. Aber das juckte die meisten Gäste nicht – kurzerhand wurden unsere Sonnenschirme zweckentfremdet und dienten als Schutz vor dem strömenden Regen.

Das Kommando beim Aufstellen übernimmt seit mittlerweile ca. 20 Jahren Altmeister Franz Kerner. Der Baum wird mit reiner „Irxenschmoiz“ der Anzinger Burschen und ohne jegliche maschinelle Hilfe aufgestellt. Ganz nach altem Brauch benutzen wir lediglich sogenannte „Schwaiberln“ und „Stachen“. Bei uns wird der Maibaum in ein ca. drei Meter tiefes Erdloch eingegraben – dies ist eine lokale Besonderheit, da wir in unserer Region fast der einzige Burschenverein sind, die ohne Schiene und Sicherung den Baum so traditionell aufstellen.

Aber nicht nur im Aufstellen sind wir Anzinger wahre Meister, sondern auch im Maibaumstehlen sind wir weit gefürchtet. 2012 gelang uns ein ganz besonderer Coup – ein Maibaumdiebstahl mitten in unserer Landeshauptstadt München. Aus dem Augustiner Biergarten haben wir früh morgens den Maibaum gestohlen und anschließend durch die halbe Innenstadt transportiert – schee am Friedensengel vorbei. Das Aufsehen war groß, sogar im Fernsehen wurde berichtet. Die Auslöse in der Arnulfstraße hat sich anschließend sehen lassen können, der Wirt Christian Vogler hat 200 Liter feinsten Augustiner-Stoff aus dem Holzfaß und eine zünftige Brotzeit spendiert. Herzlichen Dank.

Doch nicht genug, auch der Maibaum unserer befreundeten Burschen aus Jakobneuhartig musste dran glauben. Mit seinen 38 m ein sauberer Brocken und eine echte Herausforderung. Schließlich wars mit dem Stehlen noch lange nicht getan, der Baum musste auch unbeschädigt zurück zum 28km entfernten Anzing. Auch hier möchten wir uns bei den Jakobneuhartingern für die saubere Auslöse bedanken.

Der nächste Bam werd am 01.Mai.2018 aufgestellt.

///Maibam 2018… Maibaumstüberl 2018 in da Parkstraße 42!